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24/06/2026

Pressarmaturen für Hydraulikanlagen: Leitfaden zur Auswahl

So wählen Sie die richtigen Pressarmaturen für Hydraulikanlagen aus

Pressarmaturen sind wesentliche Komponenten bei der Herstellung von konfektionierten Hydraulikschläuchen für Hydraulikanlagen. Durch den Verpressungsprozess wird die Armatur dauerhaft am Ende des Hydraulikschlauchs befestigt und schafft eine sichere und zuverlässige Verbindung zu den anderen Komponenten des Hydraulikkreislaufs.

Ihre Funktion geht weit über die reine Verbindung einzelner Anlagenteile hinaus. Armaturen tragen maßgeblich zur Dichtheit des Systems, zur Betriebssicherheit sowie zur Beständigkeit der Schlauchleitung gegenüber Druck, Vibrationen und den typischen Belastungen hydraulischer Anwendungen bei.

Die richtige Auswahl der Armatur ist daher entscheidend, um langfristig zuverlässige Leistungen zu gewährleisten und Leckagen, Ausfälle sowie ungeplante Anlagenstillstände zu vermeiden. In diesem Leitfaden erläutern wir die wichtigsten Faktoren, die bei der Auswahl der optimalen Lösung entsprechend den Anforderungen der Anwendung und den Betriebsbedingungen berücksichtigt werden sollten.

Warum die Armatur Einfluss auf Dichtheit und Zuverlässigkeit hat

In Hydrauliksystemen ist die Armatur weit mehr als nur ein Verbindungselement. Zusammen mit dem Hydraulikschlauch und der Presshülse bildet sie eine Einheit, die für die sichere und zuverlässige Förderung von Druckflüssigkeiten ausgelegt ist.

Die Wahl der Armatur beeinflusst direkt die Dichtheit des Kreislaufs und die Leistungsfähigkeit der gesamten Hydraulikanlage. Für eine optimale Verbindung muss die Armatur mit dem Hydraulikschlauch und den spezifischen Anforderungen der Anwendung kompatibel sein. Neben den Abmessungen und konstruktiven Merkmalen ist auch die Verträglichkeit mit dem verwendeten Medium von entscheidender Bedeutung, da bestimmte Flüssigkeiten das Verhalten und die Lebensdauer der Werkstoffe beeinflussen können. Für weiterführende technische Informationen empfiehlt sich die Konsultation des Dokuments zur Medienverträglichkeit in Hydrauliksystemen.

Pressarmaturen müssen darüber hinaus zahlreichen Belastungen standhalten, darunter:

  • hohe Betriebsdrücke;
  • Druckspitzen und Druckschläge;
  • kontinuierliche Vibrationen;
  • Bewegungen und mechanische Beanspruchungen;
  • wiederkehrende Arbeitszyklen über lange Zeiträume.

Werden diese Faktoren nicht berücksichtigt, steigt das Risiko von vorzeitigem Verschleiß, Leckagen und Ausfällen, die die ordnungsgemäße Funktion des Systems beeinträchtigen können.

Eine korrekt dimensionierte und an die Anwendung angepasste Armatur trägt dagegen dazu bei, die Dichtheit des Systems aufrechtzuerhalten, Wartungsaufwände zu reduzieren und ungeplante Maschinenstillstände zu vermeiden. Aus diesem Grund sollte die Auswahl einer Armatur nicht ausschließlich auf Basis von Größe oder Gewindeart erfolgen, sondern auf einer umfassenden Bewertung der Betriebsbedingungen und der Eigenschaften der Hydraulikanlage.

So wählen Sie die richtige Armatur aus

Für die Auswahl der geeigneten Pressarmatur reicht es nicht aus, lediglich die Maßkompatibilität mit dem Hydraulikschlauch zu prüfen. Es müssen mehrere Parameter berücksichtigt werden, die die Leistungsfähigkeit der Baugruppe direkt beeinflussen, darunter Anschlussstandards, Betriebsdruck, Temperatur, Einsatzumgebung und Werkstoffe. Eine ganzheitliche Bewertung dieser Faktoren ermöglicht sichere, effiziente und langlebige Verbindungen.

Anschluss- und Dichtungsstandards

Die Auswahl einer Pressarmatur für Hydraulikanlagen hängt auch vom verwendeten Anschlussstandard ab. In Hydrauliksystemen kommen verschiedene Gewindearten und Dichtsysteme zum Einsatz, die für unterschiedliche Anwendungen und Märkte entwickelt wurden.

Zu den wichtigsten und am häufigsten verwendeten Standards gehören:

  • BSP-Anschlüsse (British Standard Pipe);
  • DIN 24°-Anschlüsse (Baureihe L oder S gemäß DIN 2353 / ISO 8434-1);
  • JIC-Anschlüsse (Joint Industry Council);
  • ORFS-Anschlüsse (O-Ring Face Seal).

Jeder Standard verfügt über spezifische Konstruktionsmerkmale und Dichtungsprinzipien. Einige basieren auf konischen Dichtflächen, andere auf O-Ringen oder speziellen metallischen Dichtverbindungen. Daher sind diese Systeme nicht immer austauschbar, selbst wenn die Abmessungen ähnlich erscheinen.

Die korrekte Kompatibilität zwischen Armatur, Anschluss und Hydraulikanlage ist unerlässlich, um eine zuverlässige Dichtheit sicherzustellen und Leckagen zu vermeiden. Eine ungeeignete Auswahl kann die Integrität des Systems beeinträchtigen und die Zuverlässigkeit des gesamten Hydraulikkreislaufs verringern.

Das Verständnis der Unterschiede zwischen den einzelnen Anschlussstandards ist daher ein wesentlicher Schritt bei der Auswahl der passenden Armatur für die jeweilige Anwendung.

Druck, Temperatur und Betriebsbedingungen

Die Auswahl von Hydraulikarmaturen sollte stets unter Berücksichtigung der tatsächlichen Betriebsbedingungen erfolgen. Neben den Abmessungen und Anschlussstandards müssen auch Druck, Temperatur und mechanische Belastungen analysiert werden.

Zu den wichtigsten Faktoren zählen der Betriebsdruck sowie mögliche Druckspitzen oder Druckschläge, die während des Betriebs auftreten können. Ebenso beeinflusst die Temperatur des Mediums die Leistungsfähigkeit der Baugruppe. Weitere wichtige Aspekte sind die Umgebungsbedingungen und mechanischen Beanspruchungen, darunter:

  • kontinuierliche Vibrationen;
  • Bewegungen und Biegungen des Hydraulikschlauchs;
  • äußere Stöße und mechanische Belastungen;
  • intensive und wiederkehrende Arbeitszyklen.

Abhängig von diesen Faktoren ist auch die Wahl des geeigneten Pressarmaturentyps entscheidend, der je nach Schlauchkonstruktion und erforderlichem Druckniveau variieren kann:

  • Standard – erhältlich als No-Skive- und Skive-Ausführungen, geeignet für Drahtgeflecht- und Spiralschläuche in allgemeinen Anwendungen mit mittleren Druckanforderungen;
  • Interlock – Double-Skive-Lösungen für maximale Sicherheit bei Hochdruckschläuchen und besonders anspruchsvollen Einsatzbedingungen;
  • HyperSpiral – No-Skive-Lösungen speziell für Spiralschläuche, geeignet für Anwendungen mit sehr hohen Drücken bis etwa 420 bar.

Die richtige Auswahl des Armaturentyps entsprechend den Einsatzbedingungen trägt wesentlich zur Sicherheit der Anlage, zur Stabilität der Verbindung und zur Reduzierung des Risikos von Ausfällen oder Leckagen bei.

Werkstoffe und Oberflächenschutz

In den meisten industriellen Anwendungen werden Armaturen aus dem Automatenstahl 11SMnPb37 gefertigt. Dieser Werkstoff bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen guter Bearbeitbarkeit und hoher mechanischer Leistungsfähigkeit und eignet sich daher ideal für die Herstellung von Pressarmaturen für Hydraulikschläuche.

Abhängig von den Umgebungsbedingungen können verschiedene Lösungen eingesetzt werden, um die Korrosionsbeständigkeit zu erhöhen und die Lebensdauer der Komponenten zu verlängern. Dazu gehören:

  • Zink-Nickel-Beschichtung, eine der leistungsfähigsten Lösungen für den Oberflächenschutz gegen Korrosion und äußere Einflüsse, insbesondere für Anwendungen in anspruchsvollen Umgebungen;
  • Edelstahl, der in Anwendungen eingesetzt wird, bei denen eine hohe Korrosionsbeständigkeit erforderlich ist, beispielsweise in aggressiven Umgebungen oder Branchen mit besonderen hygienischen oder chemischen Anforderungen.

Die richtige Wahl des Werkstoffs und der Oberflächenbehandlung verbessert die Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit der Armatur und gewährleistet gleichzeitig eine konstante Leistung sowie eine höhere Zuverlässigkeit des gesamten Hydrauliksystems über die gesamte Lebensdauer hinweg.

Häufige Fehler und technische Unterstützung

Die Auswahl von Armaturen für Hydraulikanlagen erfordert Fachwissen und besondere Sorgfalt. Selbst scheinbar kleine Fehler können die Sicherheit der Anlage beeinträchtigen, ihre Effizienz reduzieren und die Wartungskosten erhöhen.

Zu den häufigsten Fehlern bei der Auswahl von Armaturen gehören:

  • die Verwechslung ähnlicher, aber nicht kompatibler Anschlussstandards (z. B. BSP, JIC, ORFS oder DIN);
  • die Auswahl der Armatur ausschließlich anhand der Nennweite, ohne Druck, Temperatur und Einsatzbedingungen zu berücksichtigen;
  • die Vernachlässigung von Umwelteinflüssen sowie Vibrationen, äußeren Belastungen und mechanischen Beanspruchungen;
  • die fehlende Überprüfung der vollständigen Kompatibilität zwischen Schlauch, Armatur und Anwendung.

Diese Fehler können zu Leckagen, einer verkürzten Lebensdauer der Komponenten, unerwarteten Ausfällen und kostspieligen ungeplanten Stillständen führen.

Aus diesem Grund stellt die technische Unterstützung sowohl in der Planungsphase als auch bei der Montage konfektionierter Hydraulikschläuche einen entscheidenden Faktor dar. Eine professionelle Beratung hilft dabei, die optimale Lösung für die jeweilige Anwendung zu identifizieren und so Zuverlässigkeit sowie Betriebskontinuität sicherzustellen.

Um das vollständige Sortiment an verfügbaren Lösungen zu entdecken, besuchen Sie unseren Katalog für Pressarmaturen.

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